Transformation Assurance

Die Kosten von Stammdatenmanagement – gut investiert vor Ihrer S/4HANA-Transformation

Die Kosten von Stammdatenmanagement – gut investiert vor Ihrer S/4HANA-Transformation

Ihr Unternehmen steht vor einer S/4HANA-Transformation? Dann haben Sie sich wahrscheinlich schon mit den offensichtlichen Themen beschäftigt: Welches Betriebsmodell passt zu Ihrer IT-Strategie – Cloud oder On-Premises? Wie gelingt die Datenmigration? Welche neuen Funktionen bringt S/4HANA für Ihre Geschäftsprozesse? Doch eine entscheidende Frage stellen sich viele Unternehmen erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist: 

Sind Ihre Stammdaten überhaupt bereit für S/4HANA? 

Denn ohne vollständige, konsistente und qualitativ hochwertige Daten drohen selbst die modernsten Systeme an ihrer eigenen Komplexität zu scheitern. Die Folge? Prozesse laufen langsamer, Automatisierungen greifen nicht, und teure Projektverzögerungen sind vorprogrammiert. 

Warum also sollten Sie jetzt in Stammdatenmanagement (MDM) und Stammdatenpflege investieren? Die Antwort ist einfach: Weil es sich rechnet. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum MDM vor Ihrer S/4HANA-Transformation keine Kür, sondern Pflicht ist – und weshalb Sie mit einem klaren ROI rechnen können. 

 

Warum Stammdatenmanagement die Basis für S/4HANA legt 

SAP S/4HANA steht für schlanke Datenmodelle, Echtzeitprozesse und intelligente Technologien. Doch das funktioniert nur, wenn die Daten stimmen. Und hier wird das mittlere Management in vielen Unternehmen zur entscheidenden Brücke: Es sorgt dafür, dass strategische Vorgaben in die operativen Datenstrukturen übersetzt werden. 

Was passiert, wenn die Datenqualität nicht passt? 

  • Datenredundanzen schleichen sich ein und führen zu Fehlern in automatisierten Workflows. 
  • Inkonsistente Stammdaten verhindern den Einsatz von KI-Funktionen und Predictive Analytics. 
  • Unvollständige Datensätze blockieren die Integration neuer SAP-Module wie Ariba oder IBP. 

Eine schlechte Datenqualität kostet Unternehmen im Schnitt 15 Millionen US-Dollar pro Jahr – das zeigt eine Studie von Gartner¹. Im Kontext einer S/4HANA-Migration steigen diese Risiken exponentiell: SAP schätzt, dass über 70 % der Migrationsprojekte wegen unvorbereiteter Daten scheitern, sich verzögern oder das Budget sprengen². 

 

Was kostet gutes Stammdatenmanagement? Eine Analyse. 

Klar ist: Wer in MDM investiert, muss Budget freigeben. Aber genauso klar ist: Diese Investition zahlt sich mehrfach aus. 

Die drei Kostenfaktoren im MDM: 

  • Initialaufwand 
    Datenbereinigung, Harmonisierung und Migration schlagen mit 50.000 bis 500.000 Euro zu Buche – abhängig von der Unternehmensgröße. 
  • Technologieeinsatz 
    MDM-Plattformen, Tools zur Datenqualitätssicherung oder Cloud-Lösungen kosten jährlich 20.000 bis 200.000 Euro. 
  • Personelle Ressourcen 
    Datenverantwortliche, Schulungsmaßnahmen und externe Berater liegen bei ca. 100.000 bis 300.000 Euro pro Jahr. 

Doch diese Kosten sind kein „Sunk Cost“. Im Gegenteil: Laut einer Analyse der Boston Consulting Group reduzieren Unternehmen mit robustem MDM ihren Aufwand in ERP-Migrationsprojekten um 30 bis 40 %³. Manuelle Nacharbeiten sinken um bis zu 50 %. 

 

Zwei Praxisbeispiele: So erzeugen Unternehmen messbaren ROI mit MDM 

Fall 1: Globaler Maschinenbauer spart 1,2 Millionen Euro pro Jahr 

Ein europäischer Industriekonzern mit über 500.000 Materialstämmen stand vor der Herausforderung, seine Daten für die S/4HANA-Migration fit zu machen. Eine manuelle Bereinigung hätte 18 Monate in Anspruch genommen. Stattdessen investierte das Unternehmen 250.000 Euro in eine KI-basierte MDM-Lösung. Das Ergebnis: 

  • Reduktion der Materialstämme um 40 % durch Konsolidierung 
  • 600.000 Euro jährliche Einsparungen bei Lagerhaltung und Beschaffung 
  • ROI von 140 % in nur zwei Jahren 

Fall 2: Retailer steigert Umsatz durch bessere Kundendaten 

Ein Modehändler migrierte zu S/4HANA – allerdings ohne eine MDM-Strategie. Die Folgen waren fatal: Fehlerhafte Kundendaten verursachten eine Retourenquote von 15 % und Lagerfehlbestände. Die nachträgliche Einführung eines Cloud-MDM-Systems für 180.000 Euro synchronisierte die Kundendaten in Echtzeit. Das Ergebnis: 

  • 20 % schnellere Bestellabwicklung dank automatisierter Datenprüfung 
  • 10 % höhere Umsätze durch personalisierte Marketingkampagnen 
  • ROI von 200 % in nur 18 Monaten 

 

Was bringt MDM konkret? Der ROI auf einen Blick 

1. Quantitative Vorteile 

  • Reduzierte Betriebskosten: Laut Forrester senken Unternehmen ihre IT- und Betriebsausgaben mit MDM um 15–25 %⁴. 
  • Vermeidung von Migrationsrisiken: Jede Verzögerung bei der S/4HANA-Einführung kostet im Schnitt 10.000 bis 50.000 Euro – pro Tag⁵. 
  • Effizienzgewinne: Automatisierte Prozesse sparen bis zu 30 Personentage pro Monat. 

2. Qualitative Vorteile 

  • Höhere Agilität: Neue Produkte kommen schneller in den Markt – dank standardisierter Daten. 
  • Compliance-Sicherheit: DSGVO-konforme Datenhaltung schützt vor Strafen. 
  • Zukunftsfähigkeit: Eine solide Datenbasis ist der Schlüssel zu Advanced Analytics und KI. 

IDC bringt es auf den Punkt: Unternehmen mit hoher Datenqualität steigern ihre Entscheidungsgeschwindigkeit um 60 %⁶. Ein Wettbewerbsvorteil, der sich nicht einfach in Euro beziffern lässt – aber im Markt umso stärker wirkt. 

 

S/4HANA-Transformation: Warum MDM kein „Nice-to-have“ ist 

Fragen Sie sich selbst: Wie viel Zeit und Budget kann Ihr Unternehmen im Transformationsprojekt verlieren? Und wie viel könnten Sie gewinnen, wenn Sie heute saubere Daten schaffen? 

SAP S/4HANA bringt leistungsfähige Werkzeuge mit – vom Migration Cockpit bis hin zu Embedded Analytics. Doch ohne saubere Daten sind diese Tools schnell am Limit: 

  • Datenvolumen: S/4HANA nutzt vereinfachte Tabellenstrukturen. Ungepflegte Daten führen zu Performance-Einbußen – etwa bei der ACDOCA-Tabelle. 
  • Embedded Analytics: Berichte in Echtzeit liefern nur dann valide Ergebnisse, wenn die Quellendaten stimmen. 
  • KI-gestützte Prozesse: Automatisierte Rechnungsprüfung? Funktioniert nur mit fehlerfreien Lieferantendaten. 

SAP empfiehlt im Activate-Framework, mindestens sechs bis zwölf Monate vor dem Projektstart mit der Datenaufbereitung zu beginnen. Wer das ignoriert, riskiert laut Capgemini Budgetüberschreitungen von bis zu 30 %⁵. 

 

Fazit: Stammdatenmanagement ist der Hebel für langfristigen Erfolg 

MDM ist kein Kostenblock – es ist Ihr Hebel für eine erfolgreiche S/4HANA-Transformation. 

  • Kostenreduktion: Jeder Euro, den Sie in Stammdatenpflege investieren, spart Ihnen 3 bis 5 Euro an Migrations- und Betriebskosten. 
  • Risikominimierung: Sie vermeiden Verzögerungen, Reputationsverluste und unnötige Korrekturschleifen. 
  • Innovationsfähigkeit: Saubere Daten sind die Basis für digitale Geschäftsmodelle, KI und Automatisierung. 

Oder um es mit den Worten eines CIO eines DAX-Konzerns zu sagen: 
"Stammdaten sind wie Schienen – wenn sie intakt sind, fährt der Zug schnell. Wenn nicht, entgleist alles." 

Sie möchten wissen, wie hoch Ihr ROI für MDM sein kann? 
Kontaktieren Sie grandega für eine individuelle Datenqualitätsanalyse – und starten Sie den Weg zu einer erfolgreichen S/4HANA-Transformation. 

 

Quellenverzeichnis 

¹ Gartner (2023): How to Create a Business Case for Data Quality Improvement Initiatives, ID G00782624, veröffentlicht am 13. Januar 2023. 
² SAP Activate Framework (2023): SAP S/4HANA Migration Cockpit and Data Migration, SAP SE, Zugriff am 10. März 2023. 
³ Boston Consulting Group (2021): Why Master Data Management Is Key to Digital Transformation, BCG Analysis. 
⁴ Forrester (2022): The Total Economic Impact™ Of Informatica Master Data Management, Forrester Consulting, Oktober 2022. 
⁵ Capgemini (2023): The SAP S/4HANA® Migration Report – Insights on Budget, Timelines and Data Readiness, Capgemini Research Institute. 
⁶ IDC (2023): Data-Driven Organizations: The Benefits of Investing in High-Quality Data, IDC Report #EUR149853223, veröffentlicht im Mai 2023. 

 

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